Trumps erste Ansprache im Kongress | FASSETTE.NET

  • Trumps Joint address to Congress
  • Der politische Vorhang öffnet sich
  • Lange war das Land (USA) nicht mehr so gespalten wie jetzt nach der Wahl des neuen US-Präsidenten.

Wir haben bis jetzt zum Thema Trump wissentlich und in der Redaktion uns einig geschwiegen, weil die Hitzewellen und gezielten Quotenschlachten und Trump-Clickrate-Comments alle News und sozialen Netzwerke überschwemmten. Es gab kein anderes Thema mehr ("TT" News aka. "Trump Today") und objektiv war 98% davon nicht wirklich ernstzunehmender Schmähtext über eine völlig unbekannte politische Figur auf der US-Bühne und ihre anfänglichen Fehler. Daran wollten wir uns trotz sehr kritischer Beobachtung der Wahl aber nicht beteiligen.

Wir hatten den Eindruck selbst Putin, als Oberhaupt des ehemaligen Antagonisten der USA im Kalten Krieg, war in seinen Reaktionen weiser, zurückhaltender und bedachter als die Medien in all den Ländern, die sich für die US-Außenpolitik interessieren. Und auch wenn es meiner Ansicht nach schon traurig ist, dass die Menschen auf den Straßen Deutschlands nicht einmal die Repräsentanten ihrer engsten Nachbarländer namentlich kennen, geschweige denn wer ihr Innenminister ist, aber stets darüber informiert sind, wer in den USA zum neuen Präsidenten gewählt wurde, so ist es doch von nicht zu leugnender Wichtigkeit zu wissen, was die Wahl des neuen US-Präsidenten für Auswirkungen auf das Land, die innenpolitische Landschaft der USA, und vor allem die Außenpolitik haben kann oder könnte.

Mein jetziger Eindruck: Lange war das Land (USA) nicht mehr so gespalten wie jetzt nach der Wahl des neuen US-Präsidenten Donald Trump, dem Mann ohne politische Vorlaufbahn und anfänglich etwas plump wirkendem Auftritt. Und das war auch bei der ersten Ansprache Trumps vor dem Congress (vorher Live jetzt als Archiv einsehbar), welcher zu den wichtigsten ausführenden Instrumenten der Landespolitik gehört, und die ich live verfolgt habe, vor, während und nach der Ansprache zu spüren. Aber vergessen wir dabei nicht dass das auch Teil einer guten Publicity ist: mit der jeweiligen Wahl des neuen Präsidenten immer wieder aufs Neue auf sich aufmerksam zu machen in der Welt hat Tradition in den USA. Kennedy, Reagan, Obama, etc. Mit scharf beobachtenden Augen musterte ich die Gesichter der Congress-Mitglieder und Gäste während der Live-Übertragung von ABC News auf Youtube - für uns Nachts um 3 – um vor, während und nach dem Einlauf, der Rede und der Verabschiedung Stimmungen und Eindrücke zu sammeln, alte und neue Gesichter zu mustern und die Grundstimmung aus eigenen Beobachtungen einzufangen. Ich habe mich innerlich dabei bewusst nicht von der allgemeinen Stimmung bezüglich Trump in Europa beeinflussen lassen und versucht einen neutralen Beobachtungspunkt einzunehmen und mit meinem Kulturwissen über dieses Land, in dem ich schon lebte, abzugleichen.

Bis auf die CIA Sicherheitskräfte Trumps vor und hinter ihm, welche jede Handbewegung und Manteltasche im Visier hatten, wirkten die meisten Anwesenden im Verhältnis zu der Stimmung in den Medien und auf den Straßen eher entspannt. Kein Wunder, gelten sie doch – so heißt es in USA – als die eigentliche Regierung des Landes, ohne die kein Gesetz verabschiedet werden kann. Sie haben die Macht Präsidenten auszubremsen oder ins Amt zu helfen. Man grüßt sich, lacht ein wenig miteinander, macht ein Witzchen, winkt rüber in die 3. Reihe. Im US-Congress ist es was das betrifft nicht anders als im Bundestag: egal welcher Gesinnung, oder Partei, oder welchen Flügels innerhalb einer Partei, man kennt sich, und hat auch schon die eine oder andere Stehpartie gemeinsam überstanden. Mehr als die Hälfte der Demokraten erschienen allerdings in Weiß aus Protest und Mahnung. Damit war die Grundhaltung im Congress auf Seiten der Demokraten mit unterkühlt vorsichtig ausgedrückt. Auch hielt sich ihr Zwischen-Applaus stets in Grenzen, und das war eines der für mich wichtigen Aspekte dieser Antrittsrede.

Es ist nicht unwesentlich, auch für alle politischen Akteure und Gäste des Abends, zu sehen und zu bedenken, ob und mit welcher Priorität Trump es schaffen wird an den Congress und alle, auch den demokratischen Flügel überzeugend zu appellieren eine gemeinsame Regierungszeit zu gestalten. Und wie der Congress darauf reagiert. Für viele – und ich sehe das nicht anders – wird sich daran entscheiden, wie Amerika außenpolitisch wahrgenommen wird und wie stark der Einfluß des neuen Präsidenten auf die USA wirklich haben wird. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Beziehungen die Politiker anderer Länder mit ihm pflegen und dadurch indirekt auch das Handeln anderer Länder gegenüber der USA beeinflussen. Es bleibt abzuwarten was Trump außenpoltisch auslöst, und da liegt bei mir auch die größte Sorge.

Eines ist wohl sicher, den Nobelpreis für Beliebtheit gewinnt Trump in der Weltöffentlichkeit derzeit nicht, aber dabei darf man nicht unterschätzen wie wenig wir von der US-Innenpolitik und den beiden Parteien und ihrer Vorgeschichte in den USA verstehen. Auch hat Trump nie einen Hehl daraus gemacht, vorrangig ein Präsident der jetzigen US-Bürger zu sein. Wortwörtlich unterstrich er das auch heute noch einmal in der Ansprache mit den Worten "I am the President of the United States of America. I am not the President of the world...". Langjährige Kritiker an der US-Einmischungspolitik der letzten Jahrzehnte dürften bei diesem Satz aufgehorcht haben, und was dies für die Zukunft bedeute.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass die Rede insgesamt eher normal also festlich und standardisiert, also um positiv zu motivieren, wirkte. Also eine typische Antrittsrede, ohne große Überraschungen. Es war auch nicht zu erwarten, dass hier groß in Details gegangen wird. Aber bei solchen Reden wurde auch schon das eine oder andere Mal US-Geschichte geschrieben. Nur darf man bei solchen Erwartungen nicht vergessen, dass die Grundstimmung dafür eine andere sein muss, um das zu erreichen. Diese ist ja zur Zeit eher bedenklich, verhalten und abwartend. Trotzdem war es wichtig zu sehen, ob er es schafft, den Congress über die Grenzen seiner Partei wenigstens in einer gewissen Grundstimmung des Hauses ein bisschen auf seine Seite zu bringen. Oder zumindest die Grundfeindlichkeit abzulegen. Denn ohne den Congress Politik zu machen wird schwierig.

Was zumindest seine Ankündigungen und nach seinen Worten bereits eingeleiteten Veränderungen betrifft, war er wahrlich nicht kleinlich in Worten. Entgegen der Annahme vieler, er würde nach Antritt vom Gas runter gehen, hatte man den Eindruck er plant noch eine Kelle oben drauf zu legen. Die Rede war in keinster Weise zurückhaltend. Der Applaus auf den Rängen der Demokraten hielt sich dabei aber weiter größtenteils in Grenzen. Das war zu erwarten. Aber man darf nicht vergessen, dass ist kein Wahlkampflokal sondern der Congress. Und hier gibt es verschiedene Standpunkte zu verschiedenen Themen. Auch parteiunabhängig kann hier Einigkeit für oder Schulterschluss gegen den Präsidenten erzeugt werden. Und es gibt natürlich gewisse Schulterschluss-Themen, die alle Amerikaner immer wieder zusammenbringen. Inwiefern er diese gekonnt schafft als Motivator einzubauen, war interessant zu beobachten.

Die Art und Weise wirkt auf uns dabei sicherlich etwas befremdlich. Die Herbeizitierung von Gästen von der Straße zur emotionalen Unterstreichung einzelner Passagen seiner Rede war bei mir zum Beispiel dabei in der Wirkung eher etwas verstörend. Inwiefern dies aber mit der amerikanischen Kultur in der Politik konform einhergeht kann ich trotz mehrerer Jahre die ich in den USA gelebt habe, nicht genau sagen. Ich kann nur sagen, dass mich ein merkwürdiges Gefühl überkam, als Trump eine Soldatenwitwe bat aufzustehen, und der Saal drehte sich zu ihr und applaudierte zu ihren Tränen, während Trump die Heldentaten ihres im Kampf gefallenen Mannes als unvergessen erklärte. Ich musste dabei unweigerlich an Scholl-Latours Worte denken, dass man Politik nicht mit Emotionen machen darf. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das einer der Schachzüge war, die das Haus dazu bringen sollte, geschlossen aufzustehen. Und das ist ihm für diesen Moment auch gelungen. Ein weiteres mal war ich irritiert, als er eine weitere junge Frau erwähnte, die durch ein privates Krankenschutzprogramm und der Unterstützung ihres Vaters Überlebenschancen bei einer sehr seltenen Krankheit erhielt. Die junge Dame konnte nicht aufstehen, noch durch ihre gesundheitlichen Einschränkungen wirklich reagieren, da sie im Rollstuhl gefesselt war, aber der Saal gab wieder Standing-Ovations und applaudierte ihr zu ihrem Überlebenskampf und alle Augen waren dabei auf sie gerichtet. Ein Drittes Mal, diesmal durch den Vater eines Todesopfers von Gewalt auf der Straße, wohl ausgeübt von illegalen Immigranten, sollen Themen die Trump wichtig sind unterstrichen werden. Aber auch die Demokraten brachten Gäste mit, wie zum Beispiel Opfer der neuen Einwanderungspolitik. Es hinterließ bei mir den verstörten Eindruck von Gängigkeit. Diese half mir aber nicht beim Abschütteln der gefühlten Absurdität. Und auch Worte gegen den Terrorismus durften natürlich nicht fehlen. Diese hatten bei mir zweierlei Nachgeschmack: zum Einen wirkten sie für mich widersprüchlich zu seinen Eingangsworten, die erst einige aufhorchen ließen, da er in diesen sagte, er wolle im Gegensatz zu den letzten Jahrzehnten mehr für die bröckelnde Infrastruktur des eigenen Landes ausgeben als für die Aktivitäten der USA im Ausland. Einige schienen zu hoffen, er spreche dabei von den verschleuderten Milliarden, die die Kriege gekostet haben. Zum anderen waren die Worte aber auch wieder sehr vertraut im Zusammenhang mit den Reden vorangegangener Präsidenten und verbreiteten ein Gefühl und unveränderlicher Beliebigkeit.

Eine mehr als befremdliche Stimmung mit vorgezeigten Menschen und gesteuerten Emotionen war im Saal zu spüren. Aber nicht jeder ließ sich davon einfangen. Kaum ging Trump wieder mehr auf seine bekannten polarisierenden Pläne und seinen Aufruf an die Demokraten "keine Grabenkämpfe gegen ihn zu führen" ein, kühlten die Emotionen in besagtem Flügel des Hauses sofort wieder ab. Man sah es ihm und den Gesichtern seiner Berater an: so richtig konnte die Rede nicht bei vielleicht dazu zu gewinnenden Congress-Mitgliedern des anderen Flügels zünden. Nach Beendigung der Ansprache war dieser Flügel auch binnen weniger Minuten leergefegt, während der andere sich am Gang versammelte, um den hinausgehenden Redner die Hand zu schütteln.

In den Minuten nach der Liveübertragung der Ansprache war auf ABC News noch ein ehemaliger Senator von Kentucky zu sehen, der von seinem Bundesstaat aus mit anderen Gästen in einem Pub aus eine Mahnrede in die Kamera hielt, die für mich alles andere als nach einem Schulterschluss mit dem Präsidenten klang. Dabei erwähnte er auch dass sich hier Demokraten als auch Republikaner getroffen hätten um den Präsidenten zu ermahnen Wort zu halten, wenn er von sich sagt, er wolle ein wahrer Präsident aller US-Bürger sein. Im Gegensatz zum Amtsantritt von Obama, sind die Erwartungen gegenüber Trump dermaßen runtergeschraubt, dass man beinahe verleitet ist zu mutmaßen, dass er diese überraschend für alle am Ende doch noch übertreffen könnte.

Wenn wir eines aus der Geschichte dieses Landes gelernt haben sollten, dann dass es am Ende weniger auf das Image und unsere Einordnung der US-Präsidenten ankam, wenn es darum ging nachträglich abzuschätzen, was die jeweilige Amtszeit innerhalb der USA und außerhalb bewirkt hat oder nicht. Und auch wenn wir immer wieder geneigt sind an Gut und Böse zu glauben, sollten wir nicht vergessen, dass es bisher wenige US-Präsidenten tatsächlich geschafft haben, wirklich entscheidende politische Veränderungen in ihrem Land zu bewirken. Egal aus welcher Partei sie stammten oder welchen Beliebtheitsgrad sie dort oder hier genossen haben.

Die kritische Presse gegenüber dem neuen Präsidenten in den USA sieht das allerdings diesmal anders. Dean Baquet, Executive Editor der New York Times sieht in einem Interview, dass er CNN gab, in Trump einen entscheidenden Wandel in den USA und dem Regierungsverhalten. Insbesondere gegenüber kritischer Presse. Einerseits empfindet er das als alamierend, andereseits hat er aber auch das belebende Gefühl, dass die Presse als kritischer Betrachter der politischen Aktivitäten der eigenen Regierung nun wieder einen ganz klaren Auftrag hat. Es scheinen meine Befürchungen, dass sich die Fronten in den USA verhärten werden, zu erfüllen. Das hat aus meiner Sicht im globalen Gleichgewicht und in der Außenpolitik der USA noch nie irgendjemandem in der Welt gut getan. Im Gegenteil.

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    • JFK Library: JFK Addresses Joint Session of Congress May 1961 | 25.Mai.61, 10:52 | Speaking to Congress and the nation at the joint session of Congress on May 25, 1961, President Kennedy said : "I believe that this Nation should commit...
    • Wikipedia: Joint session of the United States Congress | 07.Mär.17, 10:57 | A Joint session of the United States Congress is a gathering together of the two chambers of the bicameral legislature of the federal government of the...
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  • Debattieren Sie mit ...

Was war das für ein Sturm im Wasserglas? Ein regelrechter Orkan an apokalyptischen Theorien und Vorhersagungen. Wenn Trump Präsident wird dann... Was dann? Dann steht er noch immer dem Kongress gegenüber und die Opposition wird ihr übriges tun. Kein bedingungsloser Einreisestopp für alle Nicht-Weißen (oder auch Orangen ;) ), kein Trump-Care, und keine vergoldeten Türmchen am Weißen Haus.


Da Donald nicht Donald wäre, wenn er nicht hier und da seine eigenen alternativen Wahrheiten einbauen würde, müssen auch die Kongress Abgeordneten brav ihre Hausaufgaben machen und als "Fakten" präsentiere "Wahrheiten" überprüfen und hinterfragen.
Die Billanz der Opposition: "51 Lügen in 61 Minuten." Der 45. Präsident der USA muss einen guten Nasenchirurgen haben (Anspielung auf Pinocchio oder auch auf seine Frau ;) )


Sind Cher, Barbra Streisand, Snoop Dogg und all die anderen die angekündigt haben, sollte Trump Präsident werden, auszuwandern schon auf ihren Inseln, oder waren diese Aussagen eben so hohle Phrasen wie die Wahlversprechen Trumps?


Da muss sich Robert De Niro gar nicht die Hände schmutzig machen um Trump eine reinzuhauen, dass übernimmt der Kongress gern und wird es sicher immer wieder tun ;)


  • Abbildung von Donald Trump bei seiner Rede 2017 vor dem US Kongress

    "Screenshot Trump Congress ABC News" | provided by ABC News 01.03.2017 | photo - Screenshot |
    ©  [Fair Use gem. der Schrankenbestimmungen in Deutschland. (Standbild aus Pressetermin/Interview)

  • Abbildung von John F. Kennedy bei seiner Rede vor dem US Kongress
  • Abbildung von Barack Obama bei seiner Rede 2010 vor dem US Kongress
  • Abbildung von Woodrow Wilson bei seiner Rede 1913 vor dem US Kongress
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