Die Geschichte des Kalenders | FASSETTE.NET

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  • Erstaunlich ist mit welcher Präzision schon die alten Ägypter vor über 2000 Jahren v. Chr. die Jahreslänge bestimmen konnten. Sie definierten sie durch den Aufgang des Sternes Sirius sowie durch die Nilschwemme.

Headline/Topic: Als den Menschen die Tage gestohlen wurden, Über den Versuch die Zeit in ein Korsett zu zwängen

Die Datierung von Ereignissen, genau wie die Festlegung von Zeitspannen ist schon seit langem nicht mehr wegzudenken. Sie sind mit ein Grundstein der modernen Welt. Die Notwendigkeit dafür erkannten die Menschen schon vor einigen Tausend Jahren, als sie die Regelmäßigkeiten der Wanderungen von Tierherden beobachteten oder damit begannen die ersten Felder auszusäen um vom umherziehenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern zu werden. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden die Verfahren zur Bestimmung von Zeit immer präziser. Wie minutiös wir mittlerweile darin sind genaue Zeitpunkte und Zeitspannen festzulegen, zeigt der unglaublich große Aufwand der dafür betrieben wird. Die kleinste gängige Einheit zur Zeitmessung ist die Sekunde. Momentan ist diese definiert als "das 9.192.631.770-fache der Periodendauer des Übergangs zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustandes von Atomen des Nuklids 133Cs entsprechenden Strahlung". Durch die Hochrechnung der Sekunden auf Minuten, Stunden, usw. kommen wir dann schließlich auf unseren in 12 Monate eingeteilten Kalender. Das Wort stammt vom lateinischen Calendarium (Schuldbuch) ab und bezeichnete in der Antike den Zahltag, welcher jeweils immer auf den ersten Tag eines Monats fiel. Als die ersten Kalender entstanden und die Wissenschaft in unserer heutigen komplexen Form noch nicht existierte, bediente man sich spartanischer Methoden zur Bestimmung eines Kalenders, womit ich die Leistung der damaligen Pioniere, die sich damals schon nach Sonnenstand, Mondphasen, Bewegung der Planeten und Sterne orientierten, keinesfalls schmälern will.

Durch die vielen verschiedenen Kulturen und ihre Religionen existieren mehrere Kalendersysteme und eine große Anzahl verschiedener Kalender. Es wird unterschieden zwischen: Lunarkalender, Solarkalender, Lunisolarkalender und Stellarer Kalender. In den Anfängen basierten diese auf reinen Beobachtungen von Mond, Sonne und Sternen. Man spricht hier von astronomischen Kalendern. Als erkannt wurde dass diese Verfahren zu ungenau sind, wurden Gelehrte damit beauftragt mit Hilfe von komplizierten Berechnungen präzisiere arithmetische Kalender zu erstellen. Jedoch ist es nach wie vor so, dass es nicht "den perfekten" Kalender gibt. Die vom Menschen definierten Längen für einen Tag, Monat oder auch Jahr sind gerundete Werte. Ein Tag ist nicht genau 24 Stunden lang, ein Mondzyklus keine 30 oder gar 31 Tage und ein Jahr nicht genau 365 Tage. Hinzu kommt, dass die natürlichen Zyklen von Tages-, Mondphasen- und Jahresdauer auch noch ständig variieren. Somit muss jeder Kalender, völlig unabhängig welches System ihm zu Grunde liegt, durch Schalttage oder Schaltmonate angepasst werden.

Eine der ältesten Kalenderformen ist der stellare Kalender, der beispielsweise im alten Ägypten oder auch von den Mayas verwendet wurde. Viele Völker begannen schon vor tausenden von Jahren damit die Sterne zu beobachten und die ersten wiederkehrenden Zyklen am Sternenhimmel wurden wahrgenommen. Erstaunlich ist mit welcher Präzision schon die alten Ägypter vor über 2000 Jahren v. Chr. die Jahreslänge bestimmen konnten. Sie definierten sie durch den Aufgang des Sternes Sirius sowie durch die Nilschwemme. Dadurch konnten sie das sogenannte Sothisjahr auf 365,25001 Tage festlegen, was nur um 0,0079298 Tage gegenüber dem Sonnenjahr, mit einer Länge von 365,24208 Tage, abweicht.

Zur Veranschaulichung der Problematik zur Bestimmung der Länge eines tropischen Jahres, oder auch Sonnenjahr, hier einige spannende astronomische Fakten: Ein tropisches Jahr ist definiert als der Zeitraum zwischen zwei identischen Zeitpunkten der Jahreszeiten, z.B. Sommersonnenwende oder Wintersonnenwende. Als erste Definition wurde der Durchgang der Sonne durch den Frühlingspunkt bestimmt. Die tropische Jahresdauer ist nicht konstant, sondern kann von Jahr zu Jahr um bis zu ca. 10 Minuten abweichen. Die Gründe hierfür sind, dass sich die Planeten gegenseitig in ihren Umlaufbahnen beeinflussen und die Umlaufbahn der Erde um die Sonne elliptisch ist und somit die Erdgeschwindigkeit variabel. Des weiteren ist eine Unterscheidung nötig, in Bezug auf den Durchlaufpunkt der Sonne durch den Frühlingspunkt. Hierbei gibt es zwei verschiedene Betrachtungsweisen. Einerseits gibt es den Bezug auf die Äquinoktial- und Solstitialpunkte der Ekliptik, was den Sonnenstand relativ zur Erde beschreibt und auch zur Definition verwendet wurde. Eine andere Betrachtungsweise ist der Sonnenstand vor dem Fixsternhintergrund, welcher durch die sehr weiten Entfernung dieser Sterne als "unendlich weit weg" angesehen werden kann und somit als feste unveränderliche "Schablone" als Hintergrund für die Sonne angenommen wird. Nimmt man dies als Basis, spricht man von einem siderischen Jahr, was im Schnitt ca. 20 Minuten länger ist als ein tropisches Jahr.

Noch vor den ersten Solarkalendern entstanden die Lunarkalender, da die Beobachtung der sehr viel kürzeren Mondphasen, gegenüber den längeren Sonnenphasen, wesentlich einfacher ist. Lunarkalender werden in zwei verschiedene Typen eingeteilt:

Der synodische Lunarkalender bestimmt die Länge eines Monats nach den Mondphasen, was einer Umrundung des Mondes um die Erde in Bezug auf die Sonne entspricht. Oder mit anderen Worten, beobachtet man von der Erde aus die Stellung von Mond und Sonne, dauert es einen synodischen Monat bis er wieder in der gleichen Position ist. Diese variierende Zeitspanne wird auch als Lunation bezeichnet. Durch die Schwankungen der Bahngeschwindigkeiten von Erde und Mond, liegt die sogenannte Lunationszeit zwischen 29,27 und 29,83 Tagen und sie wurde auf eine durchschnittliche Länge von 29,53 Tagen festgelegt. Üblicherweise werden deshalb abwechselnd jeweils 6 Monate mit 29 bzw. 30 Tagen für den Kalender benutzt. Diese 12 Monate kommen dann auf insgesamt 354 Tage und der synodische Lunarkalender ist somit um 11 Tage kürzer als der heutzutage gängige Solarkalender mit 365 Tagen. Ein Beispiel ist der islamische Kalender. Der Beginn des Fastenmonats Ramadan ist jedes Jahr ca. 11 Tage früher als im vorigen Jahr. Es gibt verschiedene Ansätze zur Definition des Beginns eines Monats anhand der Mondphasen, da die rein visuelle Bestimmung sich schwierig, bis sogar unmöglich gestaltet. Diese Ansätze sind: Bestimmung des Halbmondes, des Vollmondes und des Neulichts, welches die erste sichtbare Sichel nach Neumond bezeichnet. Die Bestimmung des Neumondes selbst ist mit bloßem Auge nicht möglich, da sich der Mond zu diesem Zeitpunkt zwischen Erde und Sonne befindet und somit nur seine Rückseite, die wir nicht sehen können, beleuchtet wird. Dagegen ist die Bestimmung bei Halbmond die genauste.

Die Schwierigkeiten zur genauen Bestimmung der Mondphasen wurden vermutlich schon in der Altsteinzeit erkannt, und der siderische Lunarkalender entstand als einer der erster Kalender überhaupt. Dieser orientiert sich an der Position des Mondes in Relation zu den Sternbildern, d.h. vom Blickwinkel der Erde aus dauert es einen siderischen Monat, bis der Mond nach einem Umlauf wieder vor dem gleichen Fixstern steht. Die mittlere siderische Umlaufzeit beträgt 27,32 Tage. Das Jahr, welches aus 13 siderischen Monaten besteht, kommt somit auf 355 Tage.

Da die Zyklen des Mondes und der Sonne mathematisch keinen gemeinsamen Teiler aufweisen können, verschieben sich zwangsläufig die verschiedenen Monate bzw. Jahreszeiten übers Jahr. Dadurch ist der Lunisolarkalender entstanden, eine Mischform aus Lunar- und Solarkalender. Er basiert auf den Einteilungen der Monate durch Mondphasen, berücksichtigt jedoch dass der Jahreszyklus nicht aus dem Ruder läuft und fügt deshalb, je nach Kalender, verschiedene Schaltmonate ein.

Nachdem erkannt wurde, dass es sinnvoller ist einen Kalender rein nach der Stellung von Sonne und Erde zu entwerfen, wurden die ersten Solarkalender konzipiert. Für die Landwirtschaft stellte das eine große Hilfe dar, denn so konnten die verschiedenen alljährlichen Zyklen der Aussaat einfacher bestimmt werden, da die Jahreszeiten exakter auf den Kalender abgestimmt waren. Der heutzutage in fast allen Ländern benutzte Kalender ist der gregorianische Solarkalender. Er beruht auf Basis des tropischen Jahres und lässt dabei die Mondphasen völlig außer acht. Die nach wie vor angewandte Einteilung des Jahres in Monate hat tatsächlich nichts mehr mit den Mondphasen zu tun, das Wort ist lediglich ein Relikt aus den früheren Lunarkalendern. Namensgeber ist Papst Gregor XIII., welcher Ende des 16. Jahrhunderts den Kalender einführte um den mittlerweile sehr verbreiteten julianischen Kalender abzulösen. Der julianische Kalender, welcher 45 v. Chr. von Julius Caesar eingeführt wurde, war zu seiner Zeit schon sehr präzise, jedoch wurden zu häufig Schalttage benutzt und somit hinkte er Ende des 16. Jahrhunderts bereits schon 10 Tage hinterher. Parallel wurde auch der Jahresbeginn von März auf Januar verschoben. Dies erklärt auch, wieso die heutigen Schalttage Ende Februar angehängt werden, da dies früher der letzte Monat des Jahres war.

Viele Länder sträubten sich anfangs die Kalenderreform anzunehmen, da mit ihr eine Streichung von mindestens 10 Tagen einher ging, je nach Zeitpunkt des Wechsels. Es dauerte bis Mitte des 20. Jahrhunderts, bis die letzten Länder den gregorianischen Kalender annahmen. Als 1752 das British Empire die Kalenderreform vollzog, war es bereits nötig 11 Tage zu überspringen. Auf den 2. September 1752 folgte der 14. September 1752. Angeblich gab es Aufstände und die Meute forderte die Rückgabe der gestohlenen 11 Tage zurück. Dies ist aber sehr wahrscheinlich nur ein Gerücht, da die damalige Quelle offenbar nur ein Satire Artikel war. Durch die sukzessive Umstellung der verschiedenen Länder auf den gregorianischen Kalender, kommt es auch in gewissen Fällen zu zwei unterschiedlichen Datierungen von geschichtlichen Ereignissen. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Geburtstag von George Washington. Laut den gängigen Quellen, ist dieser am 22. Februar 1732. Als er jedoch geboren wurde, war sein Geburtstag am 11. Februar 1731. Das hängt damit zusammen, dass die damalige Region der Vereinigten Staaten noch unter britischer Kolonialherrschaft stand und den julianischen Kalender verwendete. Die Differenz vom 22. zum 11. Februar, resultiert aus den 11 Tagen die übersprungen wurden. Die Abweichung um ein ganzes Jahr, liegt an der Verschiebung des Jahresbeginns, da zuvor erst im März das neue Jahr begann, wohingegen die Reform den Jahreswechsel auf den Januar verlegte. Nach dem Wechsel zum gregorianischen Kalender im Jahr 1752, gab es somit zwei verschiedene Daten, je nach Betrachtungsweise.

Diese scheinbar unbedarfte Verschiebung von Ereignissen wirft auch die Frage auf: wieso leben wir eigentlich im Jahr 2017 und nicht z.B. im Jahr 5777 (jüdischer Kalender) oder im Jahr 1438 (islamischer Kalender) oder im Jahr 2560 (buddhistische Zeitrechnung). Oder besser vielleicht noch: wieso muss unser Kalender an eine Religion geknüpft sein? Könnte man das "Jahr 0" nicht vielleicht auf einen ganz anderen Zeitpunkt legen? Z.B. die Entdeckung des Feuers, die Erfindung des Rades, die ersten Höhlenmalereien oder die ersten Siedlungsgründungen von Jägern und Sammlern.

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